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Bensberger Mediations-Modell - Konfliktlösung

Anders streiten lernen

Kinder lernen laufen und sprechen, sie entdecken ihre Umwelt, später lernen sie lesen, schreiben und rechnen. Sie lernen Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften und noch vieles mehr. Auch richtig streiten will gelernt sein. Dazu bietet sich die Mediation an, bei der die Parteien unter Mithilfe eines außenstehenden Vermittlers ihre Gegensätze einvernehmlich zu lösen und zu überwinden versuchen. Wie das in pädagogischen Handlungsfeldern gehen kann, zeigt die Schulmediation.

 

Das Bensberger Mediations-Modell (BMM) bietet dazu ein didaktisches Modell an. Ob in der Kindertagesstätte, in der Grundschule oder in der Sekundarstufe – Mediation ist ein kooperatives Verfahren, bei dem die VermittlerIn keine Entscheidungsbefugnis hat, sie ist für den Ablauf, den Prozess verantwortlich. Mediation geschieht auf freiwilliger Basis aller Beteiligten. Alle haben einen Gewinn.

 

Das Bensberger Mediations-Modell realisiert das Leitbild einer konstruktiven Konfliktkultur durch:

  • Zulassen von Anderssein und Unterschieden;
  • Bereitschaft zum Umdenken;
  • Verlangsamung des Lösungsprozesses;
  • Dialogorientiertes Gespräch;
  • Gewaltloses Handeln;
  • Partizipation;
  • Eigenverantwortlichkeit;
  • Empathie.

Rote Fäden

Feste Rituale führen zu konstruktiven Verhaltensweisen und ermöglichen eine Langsamkeit im Prozess des Konfliktgesprächs. Der Prozess wird so vertieft und der Frieden dauerhafter.

 

Das bedeutet für den Verlauf: zuhören, nicht beschimpfen, ausreden lassen sind die Grundprinzipien des Gesprächs.


Des Weiteren können die Gesprächspartner Gefühle zum Ausdruck bringen; Anteile am Streit zugeben; Empathie verstärken, in einem Rollenwechsel „in den Schuhen des anderen laufen", um dabei den anderen besser verstehen zu lernen. Der Rollenwechsel kann auf besondere Weise zum Umdenken, zur Umkehr bewegen. Während der Lösungssuche muss Eigenständigkeit und Selbstverantwortlichkeit zugelassen werden.

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